Physik : Warum sie oben bleiben: Ein Flugbegleiter für Passagiere. Vom Start bis zur Landung

Warum sie oben bleiben: Ein Flugbegleiter für Passagiere. Vom Start bis zur Landung

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Über sechs Millionen Einzelteile verfügt ein ausgewachsenes Langstreckenflugzeug, und damit die auch hübsch beieinander bleiben, sind Wartung, Checks und Kontrollen angesagt. Immer und immer wieder. Und was für den einen Routine, eröffnet sich für den anderen als spannendes Hinter-die-Kulissen-Schauen. Jürgen Heermann, Flugingenieur bei der Lufthansa und auch nach Jahren noch hochgradig fasziniert von diesen fliegenden, gepolsterten Sitzen, schafft in elegantem Looping die Kurve von sachlicher Information hin zu atmosphärischer Schilderung der Fliegerei. Ein Flugzeug ist mit einem schlanken Champagnerglas vergleichbar, das, richtig behandelt, einem herrlichen Zweck dient. Na denn, fertig zum Start? Gerade der passiert für die einen viel zu schnell und ist für die anderen hoffentlich bald vorbei. Was Flugangst bedeutet, das kann ein alter Hase gut nachfühlen, gerade in Situationen, wenn der Vogel kurz, aber zackig schneller abwärts sinkt, als Gegenstände fallen können. So hat man selbst beim Lesen hin und wieder das Gefühl, sich doch besser anzuschnallen. Aber keine Bange, da ist ein Profi am Werk, und nach mancherlei Erklärung schwinden auch Angst und Unbehagen. Und wer das allzu Technische denn doch lieber en Detail erst gar nicht wissen will, darf beruhigt ein Kapitel überspringen. Take off! heißt es zweimal in dem kleinen Insel-Taschenbuch, das sich, handlich, übersichtlich, in gut lesbarem Format auch für Economy-Class-Sitze eignet. Ob auf einem innerdeutschen Flug aus der Perspektive eines Fluggastes oder auf dem Langstreckenflug von Atlanta nach Frankfurt, Heermanns Erklärungen sind verständlich und bedürfen keiner zusätzlichen Physikstunde. An das 71 Meter lange Flugzeug, 400 Passagiere, 30 Tonnen Fracht und 200 000 Liter Benzin denke er nicht beim Start, schreibt er, nur an alle Bedienelemente. Dann kommt er, der Start, immer wieder neu und einzigartig, das kann kein Autopilot, das ist Teamwork, denn keiner entscheidet allein. Fazit: Mit dieser Crew möchte man gerne über die Wolken steigen. --Barbara Wegmann

Ein Kleinod der Flugliteratur - gleich einem Krimi - Wer hat sich noch nicht auf der Autobahn am Frankkfurter Flughafen ertappt, wo neugierig der riesen Vogel bestaunt wird, der sich gerade anschickt, ein paar Meter über der Autobahn die Landebahn einzunehmen? Warum bleibt der Vogel, der im Schnitt 280 Tonnen wiegt, bei dieser uns über der Autobahn gering erscheinenden Anfluggeschwindigkeit überhaupt noch in der Luft? Wer neugierig ist, schon immer oder erst jetzt wissen will, warum diese Riesenvögel überhaupt abheben können, sie anschließend oben bleiben, warum die Türen im Flug nicht zu öffnen sind, was die Piloten eigentlich machen und warum Turbulenzen eher nette Highlights während einem Flug sind, darüber auch noch staunen kann, dass eine Boing 737 bei einem komplettem Triebwerksausfall noch locker 160 Kilometer aus der Reiseflughöhe heraus sicher gleiten kann und die Tragflächen sich technisch 7 Meter nach unten oder nach oben bewegen können, hat hier das passende Buch zur Hand!Der Leser wird von dem Autor Jürgen Heermann, im Beruf Flugingenieur, eingeladen, in einer großen Verkehrsmaschine wie der B737 oder B747, als Passagier hinter den Kulissen auf einem Flug von Frankfurt nach Brüssel, als sein Zuschauer auf dem Flug von Atlanta nach Frankfurt im Cockpit Einblick zu nehmen. Diese Show gestaltet der Autor hervorragend und zeichnet ihn als jemanden aus, der begeistern will von der hohen Ingenieurskunst die in den Flugzeugen steckt einerseits, und dem immer noch - wenngleich auch sicheren - Abenteuer eines jeden einzelnen Fluges auf der anderen Seite.Wohltuend hebt sich das Buch ab von den zahlreichen Bekehrungsversuchen, Menschen mit Flugangst aufzuklären, auch wenn das nach der Lektüre dieses Buches durchaus als Nebeneffekt eintreten könnte. Ein großes Plus besteht darin, daß der Autor sein Metier ganz gründlich kennt, womit sich solides Wissen und reichhaltige Erfahrung in diesem Buch aus erster Hand - eben der eines Insiders - niederschlagen.Vorwissen muß der Leser nicht mitbringen, ferner taucht auch keine einzige technisch-mathematische Formel auf. Somit ist das schnuckelige Flugbuch mit seinen rund 220 Taschenbuchseiten ausgerichtet auf einen breiten Leserkreis und vor allem auf denjenigen, der auf der Autobahn in Flughafennähe immer wieder interessiert einen Blick nach oben wirft.Wußten Sie, daß- eine Startbahn bis zu 4 Kilometer lang sein kann? - trotz wohliger Temperatur im Flugzeug es draußen bis -57 Grad kalt sein kann?- Flugzeuge gegen den Wind starten?- eine B747 rund 152.000 Liter Kerosin beim Start mit sich führt?- selbst die modernsten Flugzeuge immer noch Bremsklötze zum Parken benötigen?- der Reifenverschleiß bei der Landung geringer ist als bei dem Start?- Interkontinentalflüge mit Zwischenlandung ökologisch und ökonomisch sinnvoller sind als Direktflüge?In Warum sie oben bleiben gibt es abwechslungsreich Aufschluß...Heermanns beide Flüge, Frankfurt > Brüssel und Atlanta > Frankfurt, darf man als interessierter Flugzeuglaie durchaus als einen Krimi bezeichnen.

Toll geschrieben, hilft auch bei Flugangst - Der Autor beschreibt in gekonnter Art und für extreme Laien gut verständlich warum diese hochhausgroßen Kolosse aus Stahl in die Luft steigen. Mir als ängstlichem Flieger hat es mehr Sicherheit gegeben indem ich nun ein wenig mehr verstehe warum es sich bei dieser Reiseart um die sicherste (nach dem Fahrstuhl) handelt. Er beschreibt die Sicherungssysteme einer Boeing und macht dem Leser technisch begründet Klar, dass auch beim Ausfall von Systemen kein Anlass zur Panik besteht.Für leichte Flugangst optimal.

Gute Erklärungen - Aufgrund meines Interesses für die zivile Luftfahrt wurde mir dieses Buch von Jürgen Heermann empfohlen. Es werden darin zwei Lufthansaflüge, ein Kurzstreckenflug und ein Flug über den Atlantik, von den Startvorbereitungen bis zum Andocken an die Fluggastbrücke am Zielflughafengebäude beschrieben – und dies mit sehr gut verständlichen Erklärungen. Damit nicht nur Professoren der Physik die komplexen Zusammenhänge verstehen, führt der Autor Vergleichsbeispiele aus dem alltäglichen Leben sowie Hinweise zum Selbst-Ausprobieren an. Ein paar Skizzen zu den Sachverhalten wären allerdings nicht schädlich gewesen, leider sucht man sie aber vergebens.Obwohl in diesem Buch klar wird, dass ein Flugzeug zum Fliegen und nicht zum Abstürzen geschaffen ist, glaube ich, dass es Passagieren mit Flugangst nicht weiter hilft, da das Grundproblem der Angst nicht angesprochen wird. Sicherlich soll dieses Buch aber auch kein Therapiemittel für Flugangst-Reisegäste sein.Fazit: Ein sehr interessantes und leicht verständliches Buch über die Flugzeugzeugtechnik für Luftfahrtinteressierte.

Das Beste Buch das ich bisher über das Fliegen gelesen habe! - Ich bin schon mehrer Male geflogen und interessiere mich nun auch für den Berufspiloten.Jürgen Heermann erklärt in diesem Buch auf eine phänomenal einfache Art und Weise, wie es ein so tonnenschweres Gerät in die Lüfte schafft, so dass es ein 5. Klässler verstehen kann, aber auch ein Technikner oder Pilot sich nicht unterfordert fühlt.Für alle die am Fliegen interessiert sind, würde ich das Buch sehr empfehlen!

komplizierte Technik in einfachen Worten - Jürgen Heermann, mit dem ich selbst schon geflogen bin, hat es wirklich geschafft, komplizierte technische und physikalische Zusammenhänge über das Fliegen in einer Sprache darzustellen, dass es wirklich jeder verstehen kann. Interessant also auch für Leute, die schon immer wissen wollten, warum sie oben bleiben, ohne gleich ein abgeschlossenes Studium der Luft- und Raumfahrt haben zu müssen. Sehr empfehlenswert!




Warum sie oben bleiben: Ein Flugbegleiter für Passagiere. Vom Start bis zur Landung