Physik : Um alles in der Welt: Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert

Um alles in der Welt: Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert

EUR 24,90


Ein populärwissenschaftliches Meisterwerk voll innerer Spannung - Nicht weniger als eine Erklärung zur Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert hat sich der studierte Historiker und Wissenschaftsjournalist Christopher Lloyd mit seinem Buch Um alles in der Welt vorgenommen. Beim Berlin Verlag in prächtiger Aufmachung und solider deutscher Übersetzung von Sebastian Vogel erschienen und mit zahlreichen farbigen und s/w-Illustrationen sowie Fotos versehen, gerät dieses schwer in den Händen liegende Werk zum Abenteuerbuch, zur populärwissenschaftlichen Abhandlung, zum Lexikon und zum Kompendium für all die Fragen, die uns Menschen seit Urzeiten vom Woher bis zum Wohin unseres Seins beschäftigen. Überblicksartig und bei entscheidenden oder allgemein jedermann interessierenden Fragen auch in die Tiefe gehend gerät Um alles in der Welt zum profunden Wegbegleiter für all diejenigen, denen unser Ursprung und unsere Entwicklung am Herzen liegen. Gebündeltes Wissen und interessante Anekdoten ergänzen sich und geraten zu einer Darstellung aus Fakten und Vermutungen, die auf eine sehr unterhaltende Art und ohne zu belehren Wissen vermittelt, aktuelle Sachstände vorstellt und Folgerungen sowie Wertungen bereithält, die es dem Leser gestatten, sich neben der Kerninformation über Objektivitäten eine ganz eigene Meinung zu den subjektiven Dingen zu bilden, die das Werden unseres Planeten und der Menschheit natürlich auch begleiten. Ein ganz wunderbares und spannendes Lesevergnügen mit reichhaltigem Lerneffekt und vielen Gelegenheiten für ein erlösend gehauchtes Aha!

interessanter Überblick - mit Haken - Für den Ansatz, alles Wichtige von der Entstehung der Welt bis heute verständlich zusammenzufassen erstmal ein großes Lob und ich hatte mich auch sehr auf das Buch gefreut. Es ist ja auch eine Kunst, Wissenschaft verständlich rüberzubringen. Beim Lesen der ersten 50 Seiten (soweit bin ich jetzt) habe ich jedoch einiges Merkwürdiges bis Falsches festgestellt (z.B. entstehen Fossilien nicht, indem Gebirge in sich zusammenbrechen und die Tiere erschlagen). Da ich u.a. Geologie studiert habe, glaube ich, das beurteilen zu können. Diese sachlichen Unrichtigkeiten mindern meinen Lesegenuss doch erheblich, da es genug Themen in dem Buch gibt, die ich nicht beurteilen kann und mich dann natürlich frage, ob da alles stimmt. Also die Idee für das Buch Klasse, aber Co-Autoren für einzelne Fachgebiete hinzuzuziehen wäre vielleicht nicht schlecht gewesen.

Der Mensch die kleine Narrenwelt... - ...die sich gewöhnlich für ein Ganzes hält und doch kein Ganzes ist. Wenn Goethe Mephistopheles diese Worte in den Mund legte, traf er schon vor 200 Jahren den Kern dessen, was von der menschlichen Wichtigkeit in der Welt zu halten ist - nämlich nicht viel.Davon wollen allerdings die Wenigsten heute etwas wissen. Christopher Lloyd belehrt uns auf eindringliche Weise eines Besseren. Es gelingt ihm zwischen zwei Buchdeckeln auf - zugegeben einigen Hundert Seiten - festzuhalten, wie die menschliche Geschichte auf geradezu unerbittliche Weise mit den großen naturgeschichtlichen Zusammenhängen vernetzt und von diesen abhängig ist. Manche Vertreter der eher zum Fachidiotentum neigenden deutschen Geschichtsschreibung mögen ein solches Unternehmen, das mentalitätsbedingt möglicherweise nur von einem Angelsachsen in Angriff genommen werden kann, vielleicht belächeln. Tatsache ist jedoch, dass der Leser in diesem Geschichtsprojekt mit den wirklich wichtigen und wissenswerten Themen der Historie in ihrer Vernetzung mit dem Weltganzen in Berührung kommt. Es geht in diesem Buch um den Sinn für die Gesamtzusammenhänge, nicht um akribisch zusammengetragenes Fachwissen. Hierfür sind andere Bücher zuständig. Die schon erwähnte angelsächsische Perspektive bestimmt den Durchgang durch die Geschichte, ohne allerdings als nachteilig empfunden zu werden. An einigen Stellen wird der ansonsten gut lesbare Erzählstil des Autors (soweit man das von der deutschen Übersetzung aus beurteilen kann) etwas zäh, wenn er sich in den Kapiteln über die chinesische Geschichte allzu lang mit den einzelnen Dynastien und deren geschichtlicher Wirksamkeit aufhält. Auch von den naturwissenschaftlichen Zusammenhängen in den ersten Kapiteln sollte man nicht zuviel erwarten. Hier gibt es zum Teil wirklich nur Schlaglichter auf die großen Themen. Dem positiven Gesamteindruck tut dies aber letztlich keinen Abbruch: Lloyd präsentiert sich als umfassend gebildeter Historiker, der es wagt über den Tellerrand zu schauen und zugleich mit einem scharfen diagnostischen Verstand die aus der Geschichte resultierenden Gegenwartsprobleme der Menschheit kritisch und auch skeptisch auf ihre Lösbarkeit in der Zukunft zu befragen. Der Autor schließt im letzten Kapitel mit einer Reminiszenz an drei historische Mahner, deren Sichtweisen auf die Geschichte aus heutiger Sicht zum Teil prophetisch anmuten: Marx, Malthus und Darwin. Am Ende wird einfühlsam deutlich, dass der Autor Apokalypse und Hoffnung gleichermaßen für denkbar hält. Alles wird davon abhängen, ob es der stetig wachsenden Menschheit, nachdem die Uhr eigentlich schon abgelaufen ist, doch noch gelingt Alternativen zur Selbstzerstörung zu entwickeln.




Um alles in der Welt: Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert