
Was ist der geheime Zufall dieses polarisierenden Buches? - Reingefallen!!!Und zwar beim Kauf dieses Buches. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit hobbymäßig mit Quantenphysik und wurde wohl nicht als Einzige in die Kaufmichfalle gelockt.Wenn ich mich recht erinnere, wurde ich durch eine Rezension zu einem anderen Buch hier bei amazon Skurrile Quantenwelt dazu verleitet, dieses hier zu kaufen. Dort oder bei einer anderen Buchrezension wurde dieses Büchelchen, sinngemäß, als ein sehr gutes Buch im Bereich Quantenphysik beschrieben. GROSSER FEHLER! Das Buch wird seinen Ankündigungen in keinster Weise gerecht. Die üblichen hübschen Zufallsgeschichten, die jeder normalbegabte Mensch mit primitivster Statistik erklärt, nehmen kein Ende. Man wird beim Lesen zunehmend nervös, da immer weniger Seiten verbleiben, um die angekündigten Geheimnisse aufzuklären. Na, und dann ist es auch schon vorbei das klitzekleine nichts aussagende BUCH.Die Dialoge zwischen Alfred und Zacharias erinnerten mich sofort, wie wohl auch nicht nur mich, an Gödel, Escher, Bach (grandios, wenn man sich da durchbeißt, das Buch hat aber nichts mit UNSEREM Thema Quantenphänomene, Zufall etc. blabla zu tun). Was nicht sofort bedeuten muss, dass man nicht auch gute Konzepte abkupfern darf. Dann aber bitte schön GUT!!! Diese Dialoge haben nichts Informatives aber auch nichts Vergnügliches gebracht.Was mich aber wirklich total verwundert, ist, dass dieses Buch entweder volle Punktzahl oder 1 oder 2 Punkte bekommt.Zwei Lösungsansätze:1. Komplementäre Leserklientel Wissenschaftlich Orientierte mit signifikanten Kenntnissen in Quantenphysik auf der einen Seite (1-2 Sterne)und leichtgläubige Newbies auf diesem Gebiet, die zudem keinerlei Ahnung von Statistik haben auf der anderen Seite (5 Sterne). Wer an dieser Stelle zum ersten Mal dem Begriff Quantenphänomen begegnet ist und sich nach diesem Buch auf den Weg macht diese aufzuspüren, für den hat sich das Buch vielleicht sogar tatsächlich gelohnt. Preiswerter und viel effizienter wäre da aber die Internetrecherche: Ihr wollt mal wieder ungläubig staunen, dann empfehle ich für den Anfang das Doppelspaltexperiment. 2. Selbstpromotion des Autors mit Hilfe verschiedener amazon Accounts (5 Sterne leuchten hell) und zusätzliches geschicktes Streuen und Über-Den-Grünen-Klee-Loben seines Buchtitels in anderen Rezensionen.Die Loblieder welche ich hier las:Allein mein Zweifeln ist nicht zu bezweifeln!!!
Synchronizität oder der Spuk in der Physik - Daß Zufall nicht einfach Zufall sein kann, merkt man bald, wenn man sich die zahlreichen Beispiele des Buchs verinnerlicht. Aber daß sich schon große Denker wie C.G. Jung darüber Gedanken gemacht haben und das Phänomen hinter besonderen Zufällen Synchronizität nannten, läßt mich dann doch aufhorchen. Wenn dann aber gar die Quantenmechanik, eine der Säulen der heutigen Physik, eine Physik des Zufalls ist, dann haut mich das um. Doch offensichtlich nicht nur mich, sondern auch bekannte Physiker unserer Zeit, die in dem Buch zu Wort kommen. Dieses Buch ist fünf Sterne wert!Wer sich darüber hinaus für die metaphysische Seite interessiert, der sollte außerdem das Buch Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen lesen.
Qualität vor Quantität - 128 Seiten sind nicht gerade ein Wälzer. Aber der Umfang eines Buches sagt i. d. R. wenig über seinen Inhalt aus - und der ist hier erstklassig, ebenso wie der durchaus bemerkenswerte Aufbau des Buches. Die Unterhaltung der beiden fiktiven Personen Alfred und Zacharias zieht sich als roter Faden durch das gesamte Buch. Alfred und Zacharias interpretieren. Sie interpretieren das, was Froböse zwischen den Gesprächsausschnitten präsentiert. Das, was real, wenngleich im Einzelfall vielleicht auch sehr selten ist: Das unerwartete Wiedertreffen einer Person, der Sechser im Lotto, seltsame Verwechslungen und Zufälle, bei denen man sich zwar unwillkürlich sagt Das gibt doch gar nicht!, die aber jeder von uns garantiert schon einmal selbst erlebt hat. Als Erklärung dafür werden Quanteneffekte zur Diskussion gestellt und es wird auf die Implikationen eingegangen, die sich ergeben, wenn die Erklärung über die Quanteneffekte richtig sein sollte. Dadurch entwickelt sich das gesamte Buch zu einem äußerst lesenswerten Gedankenspiel, welches tatsächlich real sein könnte. Allerdings verzichtet Froböse auf jegliche dogmatische Rechthaberei und überlässt es dem Leser, sich selbst darüber Gedanken zu machen. Auf diese Weise wird Die geheime Physik des Zufalls zu einer vielleicht nicht ganz einfachen, aber überaus lesenswerten und reizvollen Denksportaufgabe für alle diejenigen, die das Nachdenken noch nicht verlernt haben.
Die zwei Gesichter des Zufalls - In seinem neuen Buch Die geheime Physik des Zufalls beschreibt der Autor den Zufall als Phänomen mit zwei Gesichtern. Der Zufall erster Ordnung ist danach eine mathematisch erklärbare Realität, ohne tiefere Bedeutung. Auch wenn uns solche Ereignisse, wie der Gewinn eines hohen Lottogewinns, stutzig machen, bleiben sie doch auf mathematischer Grundlage erklärbar. So ist es zwar richtig, dass die Chance auf einen normalen Sechser im Lotto bei rund 1 zu 14 Millionen liegt. Es steigt jedoch die Aussicht auf mindestens einen Gewinner, wenn wiederum Millionen von Lotto-Tippern ein Los gekauft haben.Der Zufall höherer Ordnung soll hingegen auf Zusammenhängen beruhen, die gerade erst von der Wissenschaft erkannt und diskutiert werden. Die spektakuläre Vermutung lautet: Hier handelt es sich gar nicht mehr um Zufälle, sondern um Ereignisse, welche auf eine wesentlich komplexere Ordnung dahinter schließen lassen. Mit rein mathematischen Wahrscheinlichkeiten sind solche Phänomene nicht mehr erklärbar. An ihre Stelle tritt hier eine neue physikalische Weltsicht, die das Phänomen der so genannten quantenphysikalischen Verschränkung im Mikrokosmos der Atome auch auf makroskopische Prozesse unserer erlebten Umwelt ausdehnt. Schon Albert Einstein stieß auf diesen merkwürdigen Effekt, verdrängte ihn aber als spukhafte Fernwirkung aus seinen Überlegungen. Der Wiener Quantenphysiker Professor Anton Zeilinger lieferte den Nachweis, dass dieser Effekt in der Realität wirklich existiert. Erst kürzlich kamen Physiker an dem Kernforschungszentrum CERN zu den selben Ergebnissen.Froböse bedient sich eines schlauen Kniffs, um dem Leser das Unglaubliche besser verstehen zu helfen. Im Dialog zweier befreundeter Physiker, die sich in ihrer Grundhaltung rigoros unterscheiden, gelingt es Froböse, das Thema vorurteilsfrei, tabufrei aber sachlich zu behandeln. Mit Sicherheit bietet das Buch damit Stoff für spannende Diskussionen,- nicht nur in der Fachwelt.
Ist es höhere Ordnung? - Es gibt Zufälle und Zufälle. Die eine Art ist leicht zu erklären mit ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung. Aber die andere Art ist so unbegreiflich, so unerfindlich, so höhere Mathematik, dass sie sich jeder rationalen Erklärung widersetzt. Dennoch gab es und gibt es große Denker wie Carl Gustav Jung, ein Schüler von Sigmund Freud, die nicht an die höheren Zufälle glauben, sondern hinter dem Unbegreiflichen eine höhere Ordnung erkennen, die das Leben steuert. Das hat der Autor sehr schön herausgearbeitet und sowohl die Denker wie auch bedeutende Physiker unserer Zeit, wie Prof. Dr. Hans Peter Dürr zu Wort kommen lassen. Endlich einmal ein anerkennenswertes Buch eines deutschen Autoren!